Gold als Kapitalanlage erfreut sich gerade in Krisenzeiten einer hohen Beliebtheit. Aus diesem Grund sollte man in schlechten Zeiten Gold kaufen und in guten Zeiten Gold verkaufen. Dabei ist Gold als Konservator bestehender Werte zu verstehen – der Anleger erhält also die Möglichkeit, jetzt verfügbare Kaufkraft für die Zukunft zu sichern. Natürlich kann eine Goldanlage auch spekulativer Natur sein, denn der Goldpreis und der Goldkurs schwankt auch immer wieder, doch in der Regel sind zur reinen Gewinnmaximierung jedoch andere Anlageformen zu empfehlen. Trotzdem sind Informationen zum Thema Gold immer interessant.
Im Groben muss zwischen zwei verschiedenen Formen der Anlage unterschieden werden: dem physischen Erwerb von Gold einerseits, und dem virtuellen Erwerb andererseits. Bei der physischen Anlage erhält der Anleger Gold im Gegenwert seiner Investition in Form von Barren oder Münzen, bei der virtuellen Anlage werden zumeist Anteile an Goldfonds oder Goldminen erworben, man muss also physisch kein Geld kaufen und kein Gold verkaufen später. Welche der Anlageformen die Richtige ist, muss individuell entschieden werden. Während physische Anlagen den Vorteil des realen Besitzes bieten, ist der Erwerb und Verkauf von Anteilen beispielsweise immer zeitnah möglich.
Auch wenn aktuell von einer rasanten Preisentwicklung für den Goldkurs auszugehen ist (mit einem Spitzenwert von 1920,65 US-$ / Feinunze am 6.11.2011), sollte eine Anlage als Krisenvorsorge verstanden werden. Goldanlagen sind als Katastrophenschutz im Falle einer Hyperinflation zu begreifen, als eine Option für harte Krisenzeiten. Anhand der Wertentwicklung der letzten Jahre kann man jedoch von einem stetig steigenden Goldkurs ausgehen. Diese Steigerung ist durchaus in der Lage auch Inflationsschwankungen auszugleichen, so dass die reale Kaufkraft durch eine Goldanlage tatsächlich erhalten bleiben kann.
Die Risiken einer Goldanlage liegen auf der Hand: Der Wert der Anlage ist starken Kursschwankungen (Goldkurs) unterworfen. Erst langfristig ist von steigenden Kursen auszugehen, so dass eine Investition in das Edelmetall keine Kurzeitanlage sein sollte. Wenn Gold physische erworben wird, sollten einige Sicherheitsfragen schon frühzeitig bedacht werden. Für die Lagerung im eigenen Haushalt ist die Anschaffung eines geeigneten Tresors ratsam, und auch die Hausratversicherung sollte in diesem Fall angepasst werden. Ab bestimmten Mengen wird eine Versicherung in der Regel Auflagen an den Anleger stellen, wie beispielsweise die Installation von Sicherheitssystemen. Eine Alternative ist die Anmietung eines Schließfachs bei der Hausbank, hier entstehen dann laufende Kosten, und auch hier muss evtl. durch eine entsprechende Versicherung abgesichert werden.

