Frankfurt

Die Frankfurter Wertpapierbörse (FWB) ist die größte der sieben deutschen Börsen und zudem eine der größten Handelsplätze weltweit. Das Jahr 1585 gilt als Geburtsstunde der Frankfurter Börse. Ursprung war ein Treffen verschiedener Messekaufleute, welche einheitliche Wechselkurse festlegen wollten. Der Name Burs (Börse) wurde erstmals im Jahre 1605 nachweislich genutzt. Burs leitet sich vom latinischen Bursa ab und bedeutet so viel wie Geldbörse oder Tasche. Der erste amtliche Kurszettel erschien 1625 und führte die Durchschnittskurse von zwölf Geldsorten auf. Ein Kurszettel mit 16 Münzkursen aus dem Jahre 1721 ist noch erhalten. Ein Börsengebäude wie wir es heute kennen gab es zur damaligen Zeit noch nicht. Die Treffen der Händler fanden auf dem freien Platz des Frankfurter Rathauses (Römer) statt. Ab den Jahren 1694 und 1695 nutzte man das am Liebfrauenberg gelegene Haus “Großer Braunfels”. Hier wurden zunächst nur Münz- und Wechselbriefgeschäfte getätigt. Die erste offizielle Börsenverwaltung entstand mit der ersten Börsenordnung von 1682. Im Laufe der Zeit stellten sich die Räumlichkeiten als unterdimensioniert dar. Darum wurde die “Neue Börse gebaut” und 1879 eingeweiht.

Heute arbeiten etwa 1500 Mitarbeiter an der Frankfurter Börse. Die meisten Arbeitsplätze befinden sich allerdings nicht mehr in der “Neuen Börse”, sondern in Eschborn. Aufgrund der günstigeren Gewerbesteuer wurde ein Großteil dorthin ausgelagert. Träger und Betreiber sind die Scoach Europa AG und die Deutsche Börse AG.

Namhafte deutsche Firmen sind an der Frankfurter Börse vertreten. Die 30 größten und umsatzstärksten DAX-Unternehmen sind der Sportartikelhersteller Adidas, die Versicherung Allianz, das Chemieunternehmen BASF, der Pharmariese Bayer, der Kosmetikhersteller Beiersdorf, der Autobauer BMW, die Commerzbank, der Fahrzeughersteller Daimler, die Deutsche Bank, die Deutsche Börse, die Deutsche Post, der Energieriese E.ON, die Medizintechnikhersteller Fresenius Medical Care und Fresenius SE, das Baustoffunternehmen HeidelbergCement, der Drogerieriese Henkel, der Halbleiterproduzent Infineon, das Chemieunternehmen K+S, der Gashersteller Linde, die Fluggesellschaft Lufthansa, der Fahrzeug- und Maschinenbauer MAN, der Pharmariese Merck, das Kaufhaus Metro, die Versicherung Munich Re, der Energieversorger RWE, der Softwareentwickler SAP, der Elektronikkonzern Siemens, der Stahlhersteller ThyssenKrupp und der Automobilproduzent Volkswagen.

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