In den letzten Monaten erfuhr der Goldkurs eine stetige Steigerung, seit Jahresbeginn um etwa 30%. Sein Allzeithoch erreichte der Goldkurs am 6.9.2011 mit 1920,10 US-$ pro Feinunze, dann aber begann eine rasante Abwärtsbewegung mit einem Kurseinbruch von 1,5% auf etwa 1850 US-$, in Euro sogar um 1,9% auf 1300 Euro pro Unze.
Auslöser für diesen starken Einbruch ist ein Statement der Schweizer Nationalbank (SNB). Der Schweizer Franken litt unter der rapiden Aufwertung der letzten Monate erheblich, so dass zur Jahresmitte ein Buchverlust von etwa 11 Milliarden Schweizer Franken entstanden ist. Der Goldbestand der SNB erfuhr zudem eine Abwertung von geschätzten 1,6 Milliarden Franken. Um dieser Entwicklung entgegenzuwirken beschloss die SNB, den Wechselkurs zwischen dem Schweizer Franken und dem Euro auf einer Mindesthöhe von 1,20 Franken zu halten. Damit gehört die bekannte Schlagzeile, wonach der Franken sicherer als Gold ist, erst einmal der Vergangenheit an. Das aggressive Ausbremsen des Franken beeinflusst natürlich auch den Goldpreis.
Betrachtet man die Aktienmärkte genauer, so ist zu erkennen, dass die Risikobereitschaft der Investoren wieder gestiegen ist. Traditionell verliert Gold als sicherer Hafen in Krisenzeiten damit seine Attraktivität. Auch dies ist am aktuellen Goldkurs klar zu erkennen. Ebenso haben höchstwahrscheinlich auch Gewinnmitnahmen eine große Rolle bei dem aktuellen Kursrückgang gespielt. Sicher ist, dass die Nachfrage nach Gold nicht signifikant nachgelassen hat, dies bestätigt auch der weltgrößte Gold-ETF SPDR Gold Shares.

