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Seitenaufrufe : 549452| Mordloch |
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| Dienstag, den 17. Juli 2007 um 15:22 Uhr | |||
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Kataster Nummer 7325/01; Gesamtganglänge = 4320m "Wenn Du in eine Höhle gehst, nimm nichts mit, lass nichts zurück, zerstöre nichts und schlag nichts tot!"Niederschlagsdiagramm Stoetten weiter....-> SageVor etlichen hundert Jahren sollen Wilderer in der Nacht den Eybacher Schloßförster ermordet und in der Höhle versteckt haben. Der Hund des Försters suchte und fand seinen Herren. Der Mörder stürzte kurz darauf am Ravensteiner Felsen ab und bekannte auf dem Sterbebett seine Tat. Seitdem trägt die Höhle ihren Namen. ForschungsgeschichteIm Jahre 1800 wurde ein erster Befahrungsbericht veröffentlicht. 1883 hatten die beiden Roggenmüller das Mundloch der Quelle erweitern lassen, um das abfließende Wasser besser nutzen zu können. Nach früheren erfolglosen Freitauchversuchen wurde am 11.07.1959 der erste Siphon erstmals von Manfred Keller mit Druckluftgerät durchtaucht. Die Höhlenforschungsgruppe Eschenbach/Göppingen räumt mehrere Verstürze ab und erforscht die 2 Hauptgänge der Höhle auf eine Gesamtlänge von 2410m. Die Endsiphone wurden 1964 und 1965 von Hasenmayer und Wunsch durchtaucht. Hinter dem Siphon des Nordganges liegt ein geschlossener Versturz. Hinter dem Siphon des Südganges folgen nach 80m unSchlufbare Engstellen. Die Höhlenforschungsgruppen Stuttgart, Kirchheim und Ostalb haben im Mordloch 1986 mehrere Seitengänge erkundet und die Höhle auf 4320m vermessen.
Gefahren
Bitte beachten! Ein Unfall ist im engeren Sinn eine Schädigung oder Verletzung, die durch eine plötzliche und schnelle, aber vorübergehende Einwirkung von außen verursacht wird. Bei Höhlentauchunfällen und Hochwasserzwischenfällen handelt es sich aber oft um Einschlüsse von Höhlengängern hinter ständigen oder temporären Siphonen und deshalb nicht immer unbedingt Unfälle im strengen Sinn. Dies ist bei der Abrechnung des Einsatzes für den Versicherten relevant!
Vom 4.Februar bis 7.Februar 1977 waren in der Höhle vier Höhlentaucher vom Hochwasser eingeschlossen, die unter schwierigen Umständen unversehrt geborgen werden konnten. Aus GZ vom 23. Februar 2002Vor 25 Jahren stand's in der GEISLINGER ZEITUNG GEISLINGEN Ein Thema, das vor 25 Jahren bundesweit Schlagzeilen gemacht hat: Im Mordloch im Eybacher Roggental waren Sporttaucher von der plötzlichen Schneeschmelze überrascht und ein Wochenende lang eingeschlossen worden. Eine dramatische Rettungsaktion lief an. Das erste Februar-Wochenende 1977 bescherte den Einsatzkräften Katastrophen-Alarm: Im Mordloch im Eybacher Roggental waren vier Sporttaucher aus Bielefeld und Niefern von der plötzlichen Schneeschmelze überrascht und somit eingeschlossen worden. Autor: MANFRED BOMM, GZ An einigen Stellen ist der Hauptgang sehr eng, weshalb das Wasser nach einem Regenfall sehr rasch ansteigt. Dann stehen längere Gangpassagen ganz unter Wasser. Weiterführende LiteraturJANTSCHKE, Herbert (1989) : Das Mordloch (7325/01) im Roggental bei Eybach und seine Mineralbildungen. - JANTSCHKE, Herbert (1990) : Wasserhöhlen an der Treffelhauser Berghalbinsel (Schwäbische Alb). - RATHGEBER, Thomas (1990) : Die Berichterstattung über die Rettungsaktion im Mordloch von 1977 und die jahrelangen Nachwirkungen in der Presse. -
![]() Mordloch Film
Die Höhle ist auf einem Kluftnetz in den unteren Weißjurakalken entstanden, die hier nach W einfallen. Die ersten Meter des Mordlochs sind gefahrlos zu begehen. Dann allerdings beginnt der je nach Wasserstand 16 bis 50m lange erste Siphon. Nur gut ausgerüstete Höhlentaucher sollten hier weitermachen. Nach Durchtauchen des Siphons gelangt man, 125m vom Eingang entfernt, in die Beta-Halle. Durch eine enge Verbindung schließt sich die Gamma-Halle an, beide Hallen bilden die einzigen größeren Hohlräume im Mordloch. Sicherheit ist oberstes Prinzip deshalb Redundanz in der Tauchausrüstung auch selbstverständlich. Auf den malerischen Waldparkplatz mit Grillstelle ziehen wir uns unsere Tauchausrüstung an, zur Verwunderung der Wanderer.
Bei niedrigem Wasserstand folgen zwei Auftauchstellen im Siphon. In der ersten Auftauchstelle steht man im Wasser, in der anderen krabbelt man über Steine bis zum nächsten kurzen Tauchgang. Hier befindet sich auch das eiserne Tor mit der bei Bedarf die Höhle verschlossen werden kann. Dann schleppt man sich und die schweren Tauchgeräte bis zum Aufstiegsschluf der Betahalle. Gegenüber des Aufstiegsschlufes in die Betahalle befindet sich der steil ansteigende verlehmte Schluf zur Gammahalle. Die früher vorhandene Leiterkonstruktion existiert nicht mehr. Holzstangenreste liegen herum. Der Weg zum südlichen EndsiphonIn der Betahalle legen wir dir Tauchgeräte ab und folgen dem südlichen Gang genannt Wassergang. Im Schwimmbad der Name ist durchaus wörtlich zu nehmen. Dieser Höhlenabschnitt kann nur schwimmend passiert werden. Der Harakiri ist ein unechter Siphon mit nur noch einigen Zentimetern Luft zwischen Wasseroberfläche und Höhlendecke. Steigt der Wasserspiegel an so verschließt der Siphon. Einige kleinere Wasserfälle erinnern an die Wasserfallstrecke in der Falkensteiner Höhle. Hohe klammartige Gänge, manchmal nur noch ca. 30cm breit aber Meterhoch charakterisieren den Abschnitt dieser großen Albhöhle. Der Weg zum nördlichen EndsiphonWendet man sich in der Betahalle nach Norden so kommt man in den Bettelgang. Den niedrigen Kastengang befährt man auf dem Bauch robbend bis zur Einmündung eines kleinen Wasserzubringers. An dieser Stelle knickt der Gang scharf nach links ab. Die folgende Gangstrecke kann man auf dem Bauch liegend und sich mit den Händen an den Felsen abstoßend bequem im Wasser befahren. In der sich dem Bettelgang anschließenden Labyrinthstrecke findet man teilweise recht schöne Bodenkolke. Die Kolke sind mit glasklarem Wasser gefüllt und die Tiefe daher nicht einschätzbar. Das Wasser rauscht an manchen Stellen durch enge Spalten und trifft später wieder den begehbaren Höhlengang. Im Labyrinth ist der Weg nur mit Plan und Kompass zu finden. Am nördlichen Endsiphon. Zu erreichen über eine Siphonstrecke oder in der Umgehung durch den lehmigen schrägen Gang. Die Befahrung des Rattenganges "Die Mordloch Rundtour"! Achtung eine ernste Warnung ! die Befahrung des Rattenganges kann vollständig nur durch kleine und sehr schlanke Höhlenbefahrern durchgeführt werden. Vor allem im nördlichen Bereich des Rattenganges kurz vor erreichen des Nordganges sind die Engstellen extrem. Eine Rettung aus diesem Gangteil des Mordloches ist so gut wie unmöglich. Engstelle 1 ist eine sehr enge rechtwinklig abknickende schmale Spalte. Bei meiner Körpergröße von 190cm ein nicht zu passierendes Hindernis. Das Problem war der Knick. Mit langem Fahrgestell bekommt man höchstens den Oberkörper herum aber nicht die Füsse. Engstelle 2 ist eine sehr schmale und hohe Kluft. Die Breite beträgt schätzungsweise etwa 20 bis 30cm. Für mich war dieses Hindernis ebenfalls nicht passierbar. Selbst mit ausgezogenem Neoprenoberteil konnte ich die Engstelle 2 nicht bewältigen. Die Engstelle 2 zieht sich über mehrere Meter hin. Über diese Distanz hinweg kann man leider die Lunge nicht im ausgeatmeten Zustand erhalten um die Oberkörperdicke zu vermindern. Das bedeutete für mich den höchst zweifelhaften Genuss die gesamte Wegstrecke des Rattenganges noch einmal auf dem Rückweg geniessen zu dürfen. Das linsenförmige Profil ist typisch für den Rattengang. Um sich zu orientieren ist unbedingt eine Karte sowie ein Kompass mitzuführen. Ausserdem empfiehlt sich die Tour vom Nordgang her zu beginnen. Dann kann man testen ob man durch die Engstellen passt. Kann man hier passieren sind alle weiteren Engstellen auch passierbar. Fotografieren ist bedingt durch die Enge sowie der raschen Nebelbildung schlecht möglich. Fazit der Rattengang ist nur für äußerst hartgesottene Höhlenbefahrer mit entsprechender Erfahrung geeignet. Das Material und der Mensch wird auf das härteste strapaziert. Der Rattengang ist ein typischer Schlazreisser. Bedingt durch die Korrosion haben sich teilweise messerscharfe Kanten und Vorsprünge gebildet an denen die Kleidung zerreist. Selbst durch die Handschuhe hindurch kann man sich Schnittverletzungen holen. Ich habe größte Hochachtung vor den Vermessern der Höhle. Über Jahre hindurch immer wieder motiviert in diese Gänge einzufahren ist eine großartige Leistung. Wir waren in den relativ geräumigen Hauptgängen unterwegs. So manche Nebengänge sahen furchterregend aus. Für die Befahrung hatten wir ausserdem kein Gepäck mitgenommen. Als Lichtreserve benutzten wir LED-Lampen sowie am Kopf montierte Lampen mit frischen Batterien. Gepäck ist in den Engstellen sehr hinderlich. Da jeder mit seinem eigenen Fortkommen beschäftigt ist kann man sich unterwegs nicht helfen. Teilweise stört sogar der Helm. Man muss ihn ausziehen und vor sich herbugsieren um weiter zu kommen. In Gedenken an Frank der im Jahre 2003 bei einem Tauchunfall im Edersee ums Leben gekommen ist. Mehr Fotos in höherer Auflösung als DIA Show finden Sie hier weiter....-> Bitte beachten Sie das das Datum der DIA Alben nicht das Datum der Höhlenbefahrung wiedergibt. Quellenangabe: Die Fotos sind von Michael und Eckart. Schrifttum: Binder,Hans Höhlenführer Schwäbische Alb Kamera: Olympus analog und digital Blitz: Metz Mecablitz 34 CS-2 digital
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| Zuletzt aktualisiert am Montag, den 25. Januar 2010 um 18:47 Uhr |
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