Höhlenforscher
Eine Höhle ist auf natürliche Weise, ohne das Zutun des Menschen entstanden. Als Höhle wird ein unterirdischer Hohlraum bezeichnet, der länger als fünf Meter ist und von Menschen betreten werden kann.
Man unterscheidet primäre und sekundäre Höhlen. Die primären Höhlen entstanden gleichzeitig mit dem Gestein, das sie umgibt. Meist handelt es sich hierbei um Lavahöhlen, die dadurch entstanden sind, dass sich in der erstarrenden Lava Gasblasen bildeten. Oft sind diese Höhlen eher klein, aber es gibt unter ihnen auch viele Kilometer lange sogenannte Lavaröhren, die vor allem in Island, Korea oder Hawai zu finden sind.
Die sekundären Höhlen entstanden später als das Gestein, das sie umgibt. Meistens durch mechanische, bzw. chemische Verwitterung (Erosion oder Korrosion) oder durch Bewegungen von Gesteinsschichten. Oft bestehen diese Höhlen aus Kalkgestein, das wasserlöslich ist.
Aus der Steinzeit finden wir heute Höhlenmalereien, die die Jagdkultur der Steinzeitmenschen widerspiegelt. Alleine in Frankreich gibt es etwa 150 Fundorte. Das häufigste Motiv in der Höhlenmalerei war das Wisent, der Hirsch oder Steinbock. Menschen wurden selten gemalt und Pflanzen nie.
Ebenso faszinierend sind Tropfsteinhöhlen, die aus tropfendem Wasser entstanden sind und farbenprächtig leuchten. Die bekannteste in Deutschland ist die Atta-Höhle im südlichen Sauerland. Eine Tropfsteinhöhle besteht aus Stalaktiten (Tropfstein, der von der Höhlendecke herunter wächst), den Stalagmiten ( Tropfstein, der vom Höhlenboden her hoch wächst) und den Stalagnaten (kommt an der Höhlendecke und am Höhlenboden gleichzeitig vor und besteht aus zusammengewachsenen Stalaktiten und Stalgmiten).
